Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis

Dies ist ein Oberbegriff für verschiedene Therapiekonzepte, die bei Schäden des peripheren oder zentralen Nervensystems zum Einsatz kommen.

In unsere Praxis bringen wir das PNF-Konzept, sowie das Konzept nach Bobath zum Einsatz.

 

Das PNF-Konzept

Die Abkürzung PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Facilitation. Unter dem englischen Begriff Facilitation versteht man die Bewegungserleichterung und/oder die Bewegungsbahnung. Das in den 1940iger Jahren in den USA entwickelte Konzept greift auf das dreidimensionale Bewegungsmuster von Armen, Beinen und des Rumpfes zurück. Im Fokus stehen Bewegungsabläufe wie das Krabbeln und Gehen. Diese Bewegungsgrundlage und das Einsetzten eines individuell an den Patient angepassten Führungswiderstand auf die auszuführende Bewegung sind charakteristisch für das PNF-Konzept. So wird es dem Patient ermöglicht seine Bewegungen wieder zielgerichtet und koordiniert auszuführen. Ziel ist es verloren gegangene Bewegungen wieder zu erlangen. Sollte dies nicht möglich sein, werden alternative Bewegungen erarbeitet.

Dieses weitverbreitete Konzept ist in ständiger Weiterentwicklung, die es immer aktuell halten.  

 

Das Konzept nach Bobath

Das Konzept nach Bobath wurde 1943 von den namengebenden Eheleuten Berta und Karel Bobath entwickelt. Auch bei diesem Konzept ist es das Ziel, dass der Patient verlorengegange Bewegungen wieder erlangt oder sich entsprechende Alternativbewegungen aneignet. Die Facilitation findet hier an verschiedenen Schlüsselpunkten statt und ist bewegungsbegleitend. Behandelt wird auf unseren speziellen Bobathliegen oder in nachgestellten Alltagssituationen. Bestimmte Teile des Konzeptes werden auch von anderen Berufsgruppen genutzt (Logopäden, Ergotherapeuten und Pflegeberufe). Dies ermöglicht uns bei der Therapie auch interdisziplinäre Zusammenarbeit.

 

Behandelt werden Patienten mit ...

  • Halbseitenlähmung (Hemiplegie)
  • ICP (Infantile Cerebral Parese)
  • Tetraplegie (Mehrfachlähmung)
  • Querschnittslähmung
  • Multipler Sklerose
  • zerebralen Bewegungsstörungen
  • sensomotorischen Störungen
  • Quillain-Barré-Syndrom
  • Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
  • Zustand nach intrazerebraler Blutung
  • Zustand nach Enzephalitis
  • Zustand nach Hirntumoren
  • Morbus Parkinson
  • Postpoliomyelitis-Syndrom
  • Lähmungen einzelner Muskeln oder Muskelgruppen
  • weitere neurologische Erkrankungen